|
Früherkennung der HD beim Hund Erste Anzeichen einer HD können mangelnde Bewegungslust, unrunder Gang, Schwierigkeiten beim Aufstehen, Unwilligkeit beim Springen bis hin zu Lahmheitserscheinungen sein. Manchmal bemerkt man auch einen Muskelschwund. Diese Symptome sind jedoch unspezifisch und aus deren Abwesenheit kann nicht geschlossen werden, der Hund sei HD-frei. Die Diagnose HD kann nur mit einer Röntgenuntersuchung ausgeschlossen oder bestätigt werden. Hunde mit denen gearbeitet werden soll - gleichgültig ob Hundesport oder Agility - sollten deshalb im Alter von 5 bis 6 Monaten geröngt werden. Gleiches gilt bei einem HD-Verdacht auch hier sollte der Junghund baldmöglichst untersucht werden. Zur genauen Diagnostik gehört die Untersuchung in Muskelerschlaffung, denn nur so lässt sich das wichtigste Kriterium der HD die lockere Hüfte nachweisen. Die Gelenkkapsel ist in diesem Fall nicht straff sondern schlaff und erlaubt bei Abduktion des Oberschenkels ein Heraustreten des Oberschenkelkopfes aus der Gelenkspfanne (sogenannter Ortolani-Test). Die Hunde erhalten vor der Untersuchung eine spezielle Junghundnarkose, die sehr gut verträglich ist und nur für ein paar Minuten anhält. Die Kurznarkose wird in unserer Praxis über einen kleinen Katheter direkt intravenös eingeleitet. Das Narkosemittel heißt Propofol und wird wegen seiner Sicherheit auch in der Humanmedizin häufig verwendet. Man muss also keine Angst vor der Betäubung haben.
|