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Ultraschalluntersuchungen - Sonographie

Dr. Dieter Müller
FTA für Kleintiere, Chirurgie, Augenheilkunde

Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ist ein Diagnoseverfahren, bei dem hochfrequente Schallwellen jenseits der Hörbarkeitsgrenze des Menschen auf verschiedene Körperregionen gerichtet werden und diese bildlich darstellen.

Das Schallreflexionsmuster wird in einem Computer verarbeitet und in bewegte Bilder umgesetzt. Ein Schallkopf dient sowohl zur Übertragung der Schallwellen und auch als Empfänger der Echos. Die Ultraschallquelle muss direkten Hautkontakt haben. Zur Verbesserung der Akustik wird bei der Ultraschalldiagnose eine gelartige Substanz auf die Haut aufgetragen.

Luft, Knochen und andere mineralisierte Gewebe absorbieren Ultraschallstrahl nahezu vollständig. Aus diesem Grund eignet sich dieses Diagnoseverfahren nicht zur Untersuchung von Knochen oder der Lunge.

Flüssigkeiten dagegen leiten Ultraschallwellen gut, so dass diese Technik für die Diagnose von Zysten oder zur Untersuchung anderer flüssigkeitshaltiger Körperstrukturen, beispielsweise der Blase oder Gallenblase, sowie zur Darstellung des Fetus in der Fruchtblase Anwendung findet.

Ultraschall eignet sich ferner zur Untersuchung des arteriellen und venösen Gefäßsystems, des Herzens, der Bauchspeicheldrüse, Bauchhöhle, Harnwege, Eierstöcke, des Gehirns und des Rückenmarkes.

Das bekannteste Anwendungsgebiet ist die Gynäkologie mit der Untersuchung des Fetus während der Gravidität.

Die Ultraschalldiagnostik des Herzens wird als Echokardiographie bezeichnet. Damit lassen sich angeborene Herzfehler, Herzgefäßerkrankungen, Herztumore und andere Störungen erkennen.

Ultraschall dient auch zur optischen Kontrolle von Gewebeprobenentnahmen mit einer Biopsienadel.

Die Ultraschall-Doppler-Methode wird für Blutströmungsmessungen und zur Diagnose von Gefäßverschlüssen eingesetzt.