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Endoskopie

Dr. Dieter Müller
FTA für Kleintiere, Chirurgie, Augenheilkunde

Die Endoskopie ein modernes diagnostisches Verfahren, mit dessen Hilfe man in das Innere des Körpers sehen kann. Durch die Entwicklung leistungsfähiger hochauflösender Miniaturkameras können die Bilder auf Monitoren wiedergegeben werden. Die Dokumentation erfolgt auf digitalem Weg oder auf einem mitlaufenden Videoband. Eingefrorene Standbilder können über einen Farb-Videoprinter sofort ausgedruckt oder als Bilddatei gespeichert werden. Dies erlaubt die Mitgabe der Befunde an den Tierbesitzer und den überweisenden Haustierarzt.

Man unterscheidet zwischen flexiblen und starren Endoskopen. Die flexiblen Endoskope wiesen Bauart bedingt einen größeren Durchmesser auf sind jedoch in allen drei Ebenen steuerbar. Sie verfügen darüber hinaus häufig über einen Arbeitskanal durch den z.B. Greif- oder Biopsiezangen eingeführt, Flüssigkeiten abgesaugt oder eingebracht werden können. Ein zweiter kleiner Kanal führt Spülflüssigkeit zum Reinigen Endoskopoptik zu.
Flexible Endoskope werden häufig sehr erfolgreich zur Extraktion von Fremdkörpern eingesetzt. Dies vermeidet in vielen Fällen eine Operation. Bekannte Indikationen sind weiterhin die Magenspiegelung (Gastroskopie), Darmspiegelung und Lungenspiegelung.

Die starren Endoskope besitzen häufig besonders kleine Durchmesser und bieten eine besonders gute Bildqualität. Einsatzgebiete sind die Gelenkspiegelung (Arthroskopie), die Darstellung von Nasengängen (Rhinoskopie), Ohr (Otoskopie) oder den Bronchien der Lunge (Bronchoskopie). Auch die bildliche Darstellung der Bauchhöhle (Laparaskopie) oder der Brusthöhle (Thorakoskopie) samt ihren Organen ist möglich.

Endoskopische Operationen

Die Entwicklung der Endoskopie schreitet immer weiter fort. Immer mehr Operationen können durch die „Schlüssellochtechnik“ schnell und patientenschonend ausgeführt werden (Kastrationen, Gallenblasenentfernungen, Entfernung in der Bauchhöhle verbliebener Hoden). Durch die nur wenige Millimeter großen Operationswunden ist die Wundheilung rasch abgeschlossen. Die Patienten können sich bald wieder ohne Einschränkungen bewegen.

Durch die bildgebenden Verfahren der Endoskopie, des Röntgens, des Ultraschalls, der Computertomographie (CT) oder der Kernspintomografie (MRT) verfügen wir heute in der Kledintiermedizin über lückenlose Diagnosemöglichkeiten.